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Der Schulbauernhof Helle - Wer sind wir?

Was ist ein Schulbauernhof?

Ein Schulbauernhof ist eine Institution, die Bindeglied zwischen Schule und Landwirtschaft ist. Dabei folgt der Hof einem klar definierten pädagogischen Leitbild, welches spielerisch an schulischen Themen (wie Mathematik, Biologie und Sport) anknüpft und im gemeinschaftlichen Arbeiten auch soziale Werte und Kompetenzen vermittelt.

Zielgruppe sind primär Schulklassen, die eine andere Klassenfahrt erleben wollen und in eine neue Welt eintauchen möchten. Eine ganze Woche lang leben die Kinder auf dem Hof und sind maßgeblich für das Gelingen des Hofalltags verantwortlich. In Kleingruppen und unter pädagogischer Anleitung können sie die Wirkungskraft ihres eigenen Denken und Handelns direkt (be-)greifen und sich vom Wunder der Natur verzaubern lassen.

Das Besondere am Schulbauernhof Helle

Auf unserem kleinen ökologischen Hof ist alles auf die Wünsche und Bedürfnisse von Kindern ausgelegt. Die Arbeiten sind ohne Maschinen zu absolvieren und die Tier- und Pflanzenwelt wartet darauf, von kleinen Kinderhänden verwöhnt zu werden.

Der Hof liegt am Ende einer Sackgasse, idyllisch inmitten alter Bäume. Die große Spielwiese,  die Heckenwege und der Bach laden ein zum Spielen und Entdecken. Zur Schlei kann man wandern (4 km), die Ostsee ist 7 km entfernt (Buslinie vorm Haus). 

Was ist BNE?

Helle wurde 2006, 2011 und 2016 vom Kultus- und vom Landwirtschaftsministerium zertifiziert als „Bildungspartner für Nachhaltigkeit"

Bildungspartner für Nachhaltigkeit

Bildung für Nachhaltige Entwicklung beschreibt die Vermittlung von Bildung, die es ermöglicht globale Probleme zu sehen, sich ihnen zu stellen und Lösungsansätze zu finden. Zusätzlich werden Werte und Prinzipien gefördert, die Basis einer nachhaltigen Entwicklung sind. Ziel einer nachhaltigen Entwicklung ist es, die Bedürfnisse der jetzigen Generation zu befriedigen, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden.

Soviel zur Theorie. In der Praxis bedeutet das, dass die Kinder lernen für ihre Zukunft aktiv zu werden und mehr Verantwortung zu übernehmen. Dieser Prozess entwickelt sich auch nach de Besuch auf dem Schulbauernhof Helle zu Hause weiter. Die Veränderung bezieht sich auf die Denk- und Handlungsmuster und auf soziale, fachliche und gestalterische Kompetenzen der Kinder.

Wir fungieren dabei als eine Art Gärtner, der den Boden bereitet und die Saatkörner pflanzt. Mit etwas Liebe und Geduld wird daraus eine ertragreicher „Zukunftsbaum", der Früchte trägt.

Wie ist der Hof aufgebaut?

Helle ist ein Bioland-Betrieb auf knapp 12 ha Land. Der Hof liegt umgeben von Feldern geschützt am Ende einer Sackgasse. Die Kinder erleben die Vernetzung von Kulturlandschaft und Natur; sie versorgen morgens die Tiere und den Garten. Nachmittags können sie ohne Gefahr frei spielen, auf der großen Spielwiese, in den Knicks oder am Bach. Wer noch mehr erleben möchte, wandert zur Schlei oder zu unserem Hochmoor.

Passend zum Hof und für die Versorgung wurde ein großer Bauerngarten angelegt. Durch die fleißige Arbeit unserer kleinen Hofbesucher haben wir immer eine vielfältige Auswahl an Gemüse, Früchten und Kräutern zur Verfügung, die auch mit allen Sinnen genossen werden können.

Das Konzept

Der SBH ist wenig spezialisiert und gering technisiert; deshalb bietet der SBH den Schüler/Innen viele Möglichkeiten der Mitarbeit. Die pädagogischen Intentionen ergeben sich aus den sachlichen Notwendigkeiten (Beachtung natürlicher Folgewirkungen) und den landwirtschaftlichen Gegebenheiten (Jahreszeiten- und Wetter) und sind nicht konstruiert. Durch diese Zweckgebundenheit und Sinnhaftigkeit der landwirtschaftlichen Tätigkeiten entstehen bei den Ausführenden auf direkte Weise Verantwortung und Mitgefühl.

Der SBH ermöglicht die originale Begegnung und das praktisches Lernen. Er fordert seine Gäste dazu heraus, die Konsumentenrolle vorübergehend aufzugeben und von der Arbeit der eigenen Hände zu leben. In Zeiten zunehmender Technisierung und Industrialisierung kann den Kindern über diesen traditionell arbeitenden Musterhof der Kontakt zur Natur erhalten werden.

Neben der damit verbundenen Freude und Erholung lernen sie, wie natürliche Regelkreise funktionieren und einander bedingen: Gemüsereste zum Füttern, Mist zum Düngen etc.. Die eigene Verantwortungsbereitschaft und das Wissen um Ökosysteme werden spielerisch gefördert. Aus den Berichten der einzelnen Kleingruppen am Ende jedes Tages vor der gesamten Schülergruppe und dem Abschlußbericht der Klasse zum Projekt im Anschluss an die SBH-Tage ergibt sich die pädagogische Erfolgskontrolle.