Start > Willkommen auf dem Schulbauernhof

Der Schulbauernhof Helle - Wer sind wir?

Was ist ein Schulbauernhof?

spanendes Lernen

Ein Schulbauernhof ist eine Institution, die Bindeglied zwischen Schule und Landwirtschaft ist. Dabei folgt der Hof einem klar definierten pädagogischen Leitbild, welches spielerisch an schulischen Themen (wie Mathematik, Biologie und Sport) anknüpft und im gemeinschaftlichen Arbeiten auch soziale Werte und Kompetenzen vermittelt.

 

Zielgruppe sind primär Schulklassen, die eine andere Klassenfahrt erleben wollen und in eine neue Welt eintauchen möchten. Eine ganze Woche lang leben die Kinder auf dem Hof und sind maßgeblich für das Gelingen des Hofalltags verantwortlich. In Kleingruppen und unter pädagogischer Anleitung können sie die Wirkungskraft ihres eigenen Denken und Handelns direkt (be-)greifen und sich vom Wunder der Natur verzaubern lassen.

Was ist das Besondere am Schulbauernhof Helle?
Trekkerfahrt

Mitten im Nirgendwo liegt der Schulbauernhof Helle. Aus landwirtschaftlicher Sicht freuen wir uns auch über den Regen, dennoch ist und bleibt „Helle“ der Ort, an dem die Sonne ihren Urlaub macht.

 

Auf unserem kleinen ökologischen Hof ist alles auf die Wünsche und Bedürfnisse von Kinderherzen ausgelegt. Die Arbeiten sind ohne Maschinen zu absolvieren und die Tier- und Pflanzenwelt wartet darauf, von kleinen Kinderhänden verwöhnt zu werden. Zusätzlich gibt es zahlreiche kleine Helferlein zu entdecken, die in unserem Holunderwald oder den Stallungen leben und den Ort immer wieder verzaubern.

 

Ein über Jahre ausgewähltes Hofteam bereichert die Arbeit stets durch seine Vielfalt und sorgt dafür, dass jede Klasse den Helle- Zauber erfahren und erleben kann.

Was ist BNE

Helle wurde 2006 vom Kultus- und vom Landwirtschaftsministerium zertifiziert als „Außerschulischer Lernort für Bildung für nachhaltige Entwicklung".

Bildung für Nachhaltige Entwicklung beschreibt die Vermittlung von Bildung, die es ermöglicht globale Probleme zu sehen, sich ihnen zu stellen und Lösungsansätze zu finden. Zusätzlich werden Werte und Prinzipien gefördert, die Basis einer nachhaltigen Entwicklung sind. Ziel einer nachhaltigen Entwicklung ist es, die Bedürfnisse der jetzigen Generation zu befriedigen, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden.

Soviel zur Theorie. In der Praxis bedeutet das, dass die Kinder lernen für ihre Zukunft aktiv zu werden und mehr Verantwortung zu übernehmen. Dieser Prozess entwickelt sich auch nach de Besuch auf dem Schulbauernhof Helle zu Hause weiter. Die Veränderung bezieht sich auf die Denk- und Handlungsmuster und auf soziale, fachliche und gestalterische Kompetenzen der Kinder.

 

Wir fungieren dabei als eine Art Gärtner, der den Boden bereitet und die Saatkörner pflanzt. Mit etwas Liebe und Geduld wird daraus eine ertragreicher „Zukunftsbaum", der Früchte trägt.

 

Wie ist der Hof aufgebaut?

Helle ist ein Bioland-Betrieb auf knapp 12 ha Land. Der Hof liegt umgeben von Feldern geschützt am Ende einer Sackgasse. Die Kinder erleben die Vernetzung von Kulturlandschaft und Natur und können ohne Gefahr frei spielen.

Die Kinder- Spielwiese bietet das ganze Jahr über genügend Platz für Ballspiele, viele spannende Hofabenteuer, die Knicks locken zum Verstecken oder zum Entdecken und wer möchte, wandert zur Schlei oder zu unserem Hochmoor.

Passend zum Hof und für die Versorgung wurde ein großer Bauerngarten angelegt. Durch die fleißige Arbeit unserer kleinen Hofbesucher haben wir immer eine vielfältige Auswahl an Gemüse, Früchten und Kräutern zur Verfügung, die auch mit allen Sinnen genossen werden können.

Erneuerbare Energien

Überall auf den Hof wird mit den vorhandenen Ressourcen sparsam umgegangen und wenn möglich werden erneuerbare Energien verwendet. So haben wir eine Heizung, die mit Solarenergie auf dem Dach das Brauchwasser erwärmt und einen Kachelofen mit dem Leda - d.h. Warmwassereinsatz zur Warmwasser - und Heizungsunterstützung.

 

Wie funktioniert das?
Durch unseren großen Wassertank laufen verschiedene geschlossene Kreisläufe:

  • einer transpotiert von der Sonne auf dem Dach aufgewärmte Speicherflüssigkeit
  • einer liefert vom Kachelofen aufgewärmtes Wasser
  • einer pumpt warmes Wasser zu den Heizkörpern im Haus
  • und das erwärmte Wasser wird zu den Wasserhähnen gebracht.
  • Es wird immer der große Wassertank erhitzt und aus diesem bedienen sich die anderen Systeme.

Im Sommer, wenn es sonnig und heiß ist, reicht die Sonnenenergie des Tages meist aus, um das Duschwasser für den Abend genügend zu erhitzen.
In der Übergangszeit, wenn wir keine Gäste haben, reicht die Sonnenwärme zur Heizung der Räume.
Im Winter, wenn es richtig kalt ist und der Kachelofen geheizt wird, haben wir den doppelten Nutzen:

  • der Kachelofen heizt den Wohnraum
  • und die Wärme heizt mit einem Wasserkreislauf zusätzlich den Wassertank

Mit dieser Kombi-Heizung werden nachwachsende Rohstoffe optimal genutzt und man hat die angenehme Wärme eines gemütlichen Kachelofens im Haus.

Essbare Landschaft

Orangen aus Amerika, Bananen aus Indien - vieles von dem, was wir für gesund halten, ist nicht gesund für unsere Umwelt. Deswegen ist es wichtig zu lernen, wie wir uns mit heimischen Früchten und Obst gesund ernähren.

 

Mit Unterstützung von Bingo!Die Umweltlotterie haben wir in Helle eine essbare Hecke gepflanzt, mit allem, was seit Jahrhunderten in unserer Heimat wächst:

  • Äpfel und Pflaumen
  • Hasel- und Walnüsse
  • Schlehen und Ebereschen
  • Hagebutten und Holunder
  • Maibeeren und Felsenbirne

und anderes mehr.

Wir pflegen mit den Kindern gemeinsam diese Hecke, verarbeiten die Früchte und beobachten die Tiere, die in dieser reichen Artenvielfalt (gut) leben.

 

Das Konzept

Der SBH ist wenig spezialisiert und gering technisiert; deshalb bietet der SBH den Schüler/Innen viele Möglichkeiten der Mitarbeit. Die pädagogischen Intentionen ergeben sich aus den sachlichen Notwendigkeiten (Beachtung natürlicher Folgewirkungen) und den landwirtschaftlichen Gegebenheiten (Jahreszeiten- und Wetter) und sind nicht konstruiert. Durch diese Zweckgebundenheit und Sinnhaftigkeit der landwirtschaftlichen Tätigkeiten entstehen bei den Ausführenden auf direkte Weise Verantwortung und Mitgefühl.

Der SBH ermöglicht die originale Begegnung und das praktisches Lernen. Er fordert seine Gäste dazu heraus, die Konsumentenrolle vorübergehend aufzugeben und von der Arbeit der eigenen Hände zu leben. In Zeiten zunehmender Technisierung und Industrialisierung kann den Kindern über diesen traditionell arbeitenden Musterhof der Kontakt zur Natur erhalten werden.

 

Neben der damit verbundenen Freude und Erholung lernen sie, wie natürliche Regelkreise funktionieren und einander bedingen: Gemüsereste zum Füttern, Mist zum Düngen etc.. Die eigene Verantwortungsbereitschaft und das Wissen um Ökosysteme werden spielerisch gefördert. Aus den Berichten der einzelnen Kleingruppen am Ende jedes Tages vor der gesamten Schülergruppe und dem Abschlußbericht der Klasse zum Projekt im Anschluss an die SBH-Tage ergibt sich die pädagogische Erfolgskontrolle.